Maria

Maria aus Nazareth ist die Mutter von Jesus.
Im Lukasevangelium wird erzählt, dass der Engel Gabriel zu Maria gekommen ist. Und bevor sie nachdenken und fragen kann, hört sie: Maria! Gott braucht dich. Du wirst schwanger. Das Kind soll Jesus heißen. Es wird die Welt verändern, und man wird es Sohn Gottes nennen.
Schwanger, schreit es in ihrem Kopf. Schwanger? Das geht doch gar nicht. Wieso ich?
Und Gottes Sohn, was bedeutet das? Das kann ich nicht, das ist zu groß für mich, will sie einwenden. Aber sie tut es nicht.
Maria ist vermutlich jünger als unsere Konfirmandinnen, als sie mit Jesus schwanger ist. Sie ist noch nicht verheiratet.
Jesus wird nicht in eine heile Welt, nicht einmal in eine heile Familie hineingeboren.
Gott ist den Menschen so nahe, dass er selbst in ungeordneten Verhältnissen Mensch wird. Maria hilft dabei. Sie hat zu Gottes Botschaft ‚Ja’ gesagt und hat Gott in ihrem Leib Wohnung gegeben. Gott wird Mensch. Zerbrechlicher, verletzlicher, sterblicher Mensch. Gerade in einer Zeit, in der die Menschenwürde vielfach verletzt wird, tut es gut, sich immer neu zu vergewissern: Gott wurde Mensch, damit wir immer mehr Mensch werden.
An Maria kann ich die Botschaft ablesen: Auf dich kommt es an. Wirke auch du mit und bringe Gott in diese Welt, damit die Welt gott-voller wird!

Ihre Pfarrerin

Andrea Frank