Presseerklärung der evang. und kath. Kirchengemeinden in Rottenburg

Mitten in einer der tiefgreifendsten Krisen seit dem zweiten Weltkrieg, nehmen wir mit Sorge wahr, dass es neben großem Verantwortungsbewusstsein, einer breiten Solidarität und Hilfsbereitschaft auch Kräfte in unserer Gesellschaft gibt, die mit ihrem Reden und Handeln das Gegenteil davon bezwecken und bewirken. Unter dem vorgeblichen Ziel, die Grundrechte und die Freiheit zu verteidigen, sind überall in unserem Land Parolen zu hören, die Hass und Misstrauen, Verschwörungstheorien, Lügen und menschenfeindliche Hetze, zum Teil auch offene Gewalt verbreiten. In Rottenburg soll es nun aus diesen Kreisen eine Veranstaltung geben, die euphemistisch „Friedensfest“ genannt wird und von der sich die Kirchen in Rottenburg mit aller Deutlichkeit distan­zieren.

Wir verstehen, wenn Menschen angesichts der derzeitigen Einschränkungen sich sorgen und fragen, ob und inwiefern diese gerechtfertigt sind. Wir wenden uns aber gegen jede Leugnung und Verharm­losung der derzeitigen Krise, wir wenden uns gegen jede Anfeindung und Verleumdung von Verant­wortungsträgern und sehen die Einhaltung demokratisch legitimierter behördlicher Regelungen zur Eindämmung des Corona-Virus als Zeichen der Solidarität und Verantwortung für die besonders gefährdeten Menschen unter uns.

Wir wehren uns dagegen, den Friedensbegriff zu missbrauchen, sofern er dazu dienen soll, Unfrieden, Unwahrheiten, Hass und Gewalt in unser Gemeinwesen zu tragen. Frieden heißt für uns: Liebe zur Wahrheit, Solidarität und Rücksicht, dem Hass widerstehen und Menschenwürde für alle. Als Kirchen bezeugen wir den Frieden, den Gott uns schenkt, der höher und weiter ist als alles, was wir irdisch an Frieden erreichen können (Joh 14,27). Dennoch wissen wir uns zur Arbeit am Frieden gerufen und dazu verpflichtet, all dem zu widerstehen und sich zu widersetzen, was Hass und Gewalt, Lüge und Verleum­dung, eine Verwirrung der Werte und eine Entsolidarisierung des gemeinsamen Miteinanders bewirkt.

Als Christen rufen wir dazu auf, in einem von Respekt und Achtung geprägten Miteinander Wege des Friedens zu suchen, Gewalt und Hass entgegenzutreten und eine gesellschaftliche Kultur der Verstän­digungs- und Vergebungsbereitschaft zu fördern. Kritik soll und muss ihren Platz haben – auch an den derzeit geltenden Einschränkungen. Sie muss aber in einer Weise geschehen, die von einem Willen zum solidarischen Miteinander auch mit Andersdenkenden geprägt ist und auf Fakten und der Wahrheit gründen. In diesem Sinne rufen wir dazu auf, den Frieden in unserer Stadt zu wahren und zu fördern, auch wenn wir über manches in den aktuellen Diskussionen unterschiedlich denken.

 

Für die katholischen Kirchengemeinden St. Moriz und die Domgemeinde: Msgr. Pfr. Harald Kiebler

Für die Evangelische Kirchengemeinde Rottenburg: Pfarrer Tilman Just-Deus

 

Konfirmandenunterricht im November

Analog zu den Schulen, kann und darf der Konfirmandenunterricht unter Berücksichtigung der entsprechenden Hygienemaßnahmen aktuell noch als Präsenzunterricht stattfinden.

Dies wird zumindest am 4. November der Fall sein. Danach versuchen wir, den Unterricht digital zu organisieren. Dazu bekommen die Konfirmanden von ihrem jeweiligen Pfarrer/ Pfarrerin entsprechende Informationen.

Gemeindeleben im November-Lockdown

Aufgrund der aktuellen Beschränkungen bedingt durch die Corona-Situation finden alle Gruppen und Kreise aktuell nicht statt. Gottesdienste können weiterhin unter den entsprechenden Hygieneschutzmaßnahmen stattfinden. Auch der Konfirmandenunterricht findet zumindest digital statt.

Unsere Pfarrerinnen und Pfarrer nehmen Gottesdienste, Seelsorge, Kasualien, Unterricht und Bestattungen weiterhin wahr, zum Teil nur digital oder telefonisch, zum Teil auch analog als Präsenzangebot unter Einhaltung der entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen.

Das Gemeindebüro ist weiterhin geöffnet, alledings bitten wir das Gemeindebüro nur dann perönlich aufzusuchen, wenn dies dringend erforderlich ist, ansonsten sind wir gerne per Telefon und Mail für Sie da. Unsere Mitarbeitenden werden z.T. wo möglich im Homeoffice sein und dort am besten per Mail erreichbar sein.

Malwettbewerb Kinderkirche

Krippenspiel in Corona-Zeiten

Geboren in einem Stall, nicht in einem gemütlichen Zuhause. An Weihnachten feiern wir, dass Gott Mensch wurde. Draußen vor der Stadt. Gelegt in eine Krippe, nicht in eine Wiege. Denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge. Dennoch: Gottes Kind – Hoffnung für die Welt! Ein Grund zur Freude! Auch wenn manches dieses Jahr anders ist…

Wir suchen Kinder, die gern mitspielen wollen beim diesjährigen Krippenspiel. Aufgeführt wird es an Heilig Abend bei unserem Familiengottesdienst -genauere Informationen nach Anmeldung per Telefon unter 24354 oder per Email: Pfarramt.Rottenburg-Ostdontospamme@gowaway.elkw.de.

Wir wollen das Stück am 29. November 2020 digital vorstellen und hoffen, an den Adventssonntagen proben zu können. Je nach aktueller Coronalage wird der Probenplan angepasst.

Im Namen des Kinderkirchteams grüße ich herzlich         

Pfarrerin Stefanie Luz

Informationen und Hinweise zur aktuellen Corona-Situation

Alle Gemeindeangebote, Gruppen und Kreise können aufgrund der Corona-Krise momentan leider nicht stattfinden.

Ständig aktualisierte Hinweise finden Sie auf folgenden Hompages:

Informationsseite der Stadt Rottenburg

Evangelische Landeskirche in Württemberg

Robert-Koch-Institut

Sozialministerium des Landes Baden-Württemberg